Das Produkt

SyMa ist die Regelungsebene, die Ihre Kälteerzeugung als ein System führt.

Ihre Kältemaschinen, Pumpen und Rückkühlwerke sind einzeln richtig eingestellt. Zusammen laufen sie selten im günstigsten Betriebspunkt. SyMa legt eine prädiktive Regelungsebene darüber, rechnet minütlich das gesamte Kälteerzeugungssystem durch und orchestriert es innerhalb Ihrer Sicherheitsgrenzen. Vollständig vor Ort, auf einem dedizierten Edge-Controller.

Das Prinzip

Optimiert wird das Zusammenspiel, nicht die einzelne Maschine.

Herkömmliche Regelung legt das System auf einen einzigen oder auf wenige Auslegungspunkte aus. Im realen Betrieb treten diese Punkte in weniger als 3 % der Betriebsstunden auf. Den Rest des Jahres optimieren sich Pumpen und Rückkühlung zwar für sich, arbeiten aber nicht als ein System zusammen. Sie laufen stärker als nötig, und die Kältemaschinen arbeiten in einem ineffizienteren Bereich.

Genau dort liegt der Hebel. Nicht im Austausch der Kältemaschinen, sondern in der Frage, welche Kombination aus Kältemaschinen, Pumpen, Rückkühlung und freier Kühlung die nächste Last am günstigsten deckt. Diese Frage stellt sich in jeder Minute neu, und sie lässt sich nur beantworten, wenn man das System als Ganzes rechnet.

Einordnung

Eine Regelungsebene, keine neue Kälteerzeugung.

SyMa ersetzt nichts von dem, was bei Ihnen steht. Ihre Kältemaschinen bleiben, Ihre Hydraulik bleibt, Ihre Rückkühlwerke bleiben. SyMa kommt als zusätzliche Ebene darüber: ein physikalisch begründetes, prädiktives Regelungsverfahren, das auf einem eigenen Gerät im Schaltschrank läuft und laufend den günstigsten Betriebspunkt für das gesamte Kälteerzeugungssystem bestimmt.

Keine neue Kältemaschine.

SyMa holt Effizienz aus dem vorhandenen Bestand.

Keine Cloud.

Die Optimierung läuft vollständig vor Ort. Fällt die Netzverbindung aus, rechnet SyMa weiter.

Kein Austausch Ihrer Leittechnik.

SyMa erweitert, was Sie haben.

Einordnung

SyMa erweitert Ihre übergeordnete Leittechnik. Es ersetzt sie nicht.

Eine übergeordnete Leittechnik (üLT) ist in aller Regel bereits vorhanden, und Sie behalten sie. Visualisierung, Alarmierung und Bedienung bleiben dort, wo Ihr Betriebspersonal sie kennt. SyMa setzt eine Ebene darüber, die es dort bisher nicht gibt: die prädiktive, physikalisch begründete Optimierung des gesamten Kälteerzeugungssystems.

Umgekehrt ist SyMa nicht auf eine üLT angewiesen. Wo keine vorhanden ist, oder wo Sie es so möchten, kommuniziert SyMa direkt mit den Anlagenkomponenten. Sie können also Ihre gewohnte Umgebung behalten oder sich aus beiden Welten das Passende aussuchen.

So funktioniert SyMa

Modell, Vorhersage, Betriebspunkt. Minütlich, vor Ort.

01

Ihr Kälteerzeugungssystem als digitaler Zwilling

Aus Ihren realen Schemata und Komponentendaten entsteht ein thermodynamisches Modell nach physikalischen Grundprinzipien. Es bildet ab, wie sich Ihre Kältemaschinen, Pumpen und Rückkühlwerke bei jeder Last und jeder Außentemperatur tatsächlich verhalten. Das Modell steht vor dem ersten Betriebstag, nicht nach einer Lernphase.

02

Vorhersage der nächsten Last

SyMa schätzt fortlaufend, welche Kälteleistung als Nächstes gebraucht wird, und rechnet für jede zulässige Kombination aus Kältemaschinen, Pumpen und freier Kühlung durch, was sie an Strom kosten würde.

03

Der günstigste zulässige Betriebspunkt

SyMa wählt den Betriebspunkt mit den geringsten Stromkosten, immer innerhalb der Sicherheits- und Komfortgrenzen, die Sie vorgeben.

04

Alles auf einem dedizierten Edge-Controller

Die Berechnung läuft vollständig auf einem Controller, den wir mit der Software liefern und der bei Ihnen im Schaltschrank sitzt. Hardware und Software stammen aus einer Hand. Keine Cloud-Anbindung, kein Kontrollverlust bei Netzausfall.

Wo steckt hier KI?

Nicht im Modell und nicht in der Regelung. Der digitale Zwilling wird nach physikalischen Grundprinzipien aufgebaut, nicht aus angelernten Mustern, und die Optimierungsentscheidung folgt diesem Modell. KI nutzen wir gezielt und begrenzt, etwa bei der Wartungs- und Fehlererkennung. Deshalb braucht SyMa für den Start keine historischen Betriebsdaten. Liegen gute historische Daten vor, nutzen wir sie, um das Modell zu schärfen.

Eignung

SyMa entfaltet seinen Wert dort, wo es etwas zu orchestrieren gibt.

SyMa arbeitet mit Kompressionskältemaschinen, luft- wie wassergekühlt, mit Absorptionskältemaschinen und mit freier Kühlung, und mit nasser, trockener oder hybrider Rückkühlung.

Den größten Nutzen bringt SyMa, wenn mehrere Komponenten aufeinander abgestimmt werden müssen: mehrere Kältemaschinen, gemischte Rückkühlung, schwankende Last. Bei einer einzelnen kleinen Kompaktanlage gibt es wenig zu orchestrieren, und der Nutzen ist entsprechend gering. Wenn das bei Ihnen so ist, sagen wir Ihnen das.

Einbindung

Wenig invasiv, in den bestehenden Schaltschrank.

Wir liefern einen dedizierten Edge-Controller. Er wird in Ihren bestehenden Schaltschrank eingebunden, mit Strom und Netzwerk verbunden und nutzt, wo vorhanden, einen bereits installierten Datenserver vor Ort. Es kommt keine neue Kältemaschine hinzu, und es ist kein Eingriff in die Kältetechnik selbst nötig.

Wie SyMa mit Ihrer Kältezentrale spricht

SyMa kommuniziert über industrielle Standardbussysteme mit Ihrer übergeordneten Leittechnik, je nach technischer Ausstattung und auf Ihren Wunsch auch direkt mit den Anlagenkomponenten. Übergeben werden Sollwerte für die Komponenten, etwa Temperaturen, Drehzahlen und Betriebsfreigaben.

Wer entscheidet

Über die Weitergabe an die Komponenten entscheidet Ihre Leittechnik, automatisch oder erst nach Freigabe durch Ihr Betriebspersonal. SyMa rechnet und schlägt vor, freigegeben wird bei Ihnen. Die Entscheidungshoheit bleibt damit dort, wo sie hingehört. Fällt die Netzverbindung aus, arbeitet der Controller vor Ort weiter.

GemessenNachweis

In Karlsruhe unabhängig gemessen, nicht modelliert.

~40 %
Gemessene Stromeinsparung
Stadtwerke Karlsruhe, erste Saison
44 %
Normierte Einsparung
Wetter- und lastnormiert
5 Mon.
Amortisation
Ab Inbetriebnahme, vom Kunden bestätigt

In einer kommunal betriebenen Kältezentrale der Stadtwerke Karlsruhe senkte SyMa den Stromverbrauch im laufenden Betrieb. Die Werte sind gemessen und beziehen sich auf diese Kältezentrale. Sie sind keine allgemeine Zusage für andere Standorte.

Woher SyMa kommt

SyMa ist aus dem öffentlich geförderten Forschungsvorhaben ReKs der TU Berlin hervorgegangen. Dort wurden die Regelstrategien in zwei realen Kältezentralen im laufenden Betrieb nachgewiesen. Der Abschlussbericht weist Einsparungen von bis zu 30 % der Betriebsenergie aus, in günstigen Konstellationen deutlich darüber.

Was wäre an Ihrem Kälteerzeugungssystem möglich?

Sagen Sie uns kurz, worum es geht. Wir geben Ihnen eine erste Einschätzung.